Juni 1980

20 Years ago: Juni 1980

Das „Fachblatt MusicMagazin“ präsentierte ZZ-Top auf dem Cover und ein Exklusivinterview mit allen drei Bandmitgliedern im Heft .
Vier Mark kostete damals eine Ausgabe des „Fachblatts“, wie es unter Musikerkreisen genannt wurde. Dafür erhielt man Monat für Monat einen fetten Wälzer, der sich der populären Musik von Rock bis Pop verschrieben hatte. Von Interviews, CD-Rezensionen bis hin zu Tests aller Sparten fand sich alles im Fachblatt wieder.

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Ob Synthesizer, Schlagzeug oder Gitarren ? hatte man ein Fachblatt-Abo, war man umfassend informiert. So einfach war damals die Welt. Das war die „Pre-Keyboards/Keys/Soundcheck/Gitarre&Bass/Solo/Studio-Magazin-Ära“. Für Musiker gab es eben nur das Fachblatt und „BASTA“. Ganz nebenbei sei bemerkt, dass viele Redakteure der heute etablierten Fachzeitschriften früher für das Fachblatt geschrieben haben.
Um nur einige zu nennen: Gerald Dellmann (KEYBOARDS-Erfinder und heute Verlagsleiter des MUSIK-MEDIA Verlags), sowie Dieter Roesberg (Chefredakteur Gitarre&Bass).

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Das SYNTHESIZERSTUDIO BONN galt damals als kultigster und kompetentester Synthesizerladen in Deutschland und stellte diese Vormachtstellung durch ein oder mehrere Farbseiten im Fachblatt auch entsprechend zur Schau. Dazu muss man wissen, dass 95% aller Anzeigen im Fachblatt damals „schwarz/weiß“ waren und selbst Firmen wie ROLAND teilweise nur zweifarbige Anzeigen schalteten.) Statt Produktdarstellungen mit endlosen Preislisten startete das SYNTHESIZERSTUDIO BONN bereits damals seine ausgefallenen Image-Anzeigen, die bald so beliebt und bekannt wurden, dass sie immer mehr zum redaktionellen Teil des Heftes zu gehören schienen als zum Anzeigenteil. Zu gegebener Zeit werden wir ein „Special“ mit den besten SYNTHESIZERSTUDIO BONN -Anzeigen nachreichen.

Übrigens – die Firma ROLAND gab es in Deutschland zu jener Zeit noch nicht. ROLAND-Produkte wurden in Deutschland noch durch die BRÖDR. JÖRGENSEN GMBH vertrieben. Namen wie AKAI PROFESSIONAL, ENSONIQ oder EMU sollten erst Jahre später bekannt werden.

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Höchst spektakulär war zu jener Zeit noch die Auseinandersetzung der FACHBLATT-Redaktion mit dem größten Vertrieb für Musikinstrumente, nämlich MUSIK MEYER aus Marburg. Die Fachblatt Redaktion fühlte sich zum Retter der betrogenen Musiker und entweihten Journalistenehre berufen und nutzte das Medium FACHBLATT seit März 1978 als öffentliche Plattform zur Austragung dieser Zwistigkeiten. Dies hatte vor allem zur Folge, dass über Jahre hinweg im Fachblatt u.a. keine Anzeigen von KORG-Produkten zu finden waren (KORG-Produkte sind auch heute noch im Vertrieb der Musik-Meyer GmbH). Leider schlug die Fachblatt-Redaktion zu jener Zeit weit über die Stränge und des öfteren auch „unter die Gürtellinie“. Einige der wildesten Fachblatt-Ausbrüche werden wir ebenfalls in einer der nächsten AMAZONA-Ausgaben vorstellen.

Die wichtigsten Geräte im Juni 1980: MOOGs PRODIGY stand in den Läden und wurde von der Presse in den Himmel gelobt: „Schließt man den Prodigy an, wird man positiv überrascht sein, denn er knüpft im Sound an die Qualität des MiniMoog an“ (Fachblatt 6/80). Nach wie vor gehörten der MiniMoog, sowie der ARP Odyssey zu den klaren Favoriten unter Profi-Musikern. Ein verspäteter Test im Juni 80 im Fachblatt beschrieb deshalb nochmals ausführlich alle Vorzüge des ARP Odyssey.

Die deutsche Firma FRICKE wurde außerdem zu jener Zeit ein Synonym für handliche und gut klingende und preisgünstige Drumcomputer.

Die deutsche Firma FRICKE wurde außerdem zu jener Zeit ein Synonym für handliche, gut klingende und preisgünstige Drumcomputer.

 

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