This one goes to eleven!

 

Das Headrush Pedalboard ist im weitesten Sinne ein Multieffekt-Board. Im Zeitalter vom Pedalboard-Hype sind solche Geräte augenscheinlich etwas in den Hintergrund gerückt. Doch die digitale Technologie schreitet immer mehr voran, um dem Analogsound auf die Pelle zu rücken.

Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich 1999 den ersten Line 6 POD in den Händen hielt. Damals eine Revolution, trotz der gefühlter Latenz und, mit einem gewissen Abstand betrachtet, mit nur wenig dynamischem Spielverhalten. Seitdem sind eine Menge Einsen und Nullen den digitalen Strom hinunter geflossen und die DSPs rennen auf zunehmender Geschwindigkeit. Trotz einiger Ausflüge in die digitale Klangbearbeitung spiele ich immer noch meinen Vollröhrenverstärker plus Ibanez TS9. Und das, nicht weil ich ein unverbesserlicher Hardliner bin, sondern weil es mich einfach immer noch nicht richtig kickt.

Nun gut, ich muss zugeben, der Kemper, das Axe-FX und Konsorten lassen mich gerade aufhorchen. Line 6 hat mich eher weniger überzeugt die letzten Jahre, das Line 6 Helix kenne ich leider nicht, welches wohl am ehesten den Vergleich mit dem Headrush Pedalboard befürchten muss. Ob das jetzt gut oder schlecht für Line 6 ist, werde ich mal versuchen zu umreißen.

Das Headrush Pedalboard ist wie zu erwarten ein Update oder besser gesagt eine überarbeitet und weiterentwickelte Variante des Avid Eleven Rack Gitarrenprozessors. Der Name Eleven kommt von einer Anekdote aus der Heavy Metal-Persiflage Spinal Tap. Dort heißt es bei der Vorstellung der Gitarrenverstärker: „This one goes to eleven.“ Also eins lauter als die üblichen 10.

Headrush Pedalboard

Headrush Pedalboard

Facts & Features des Headrush Pedalboard

Das Pedalboard, wie das erste Produkt von Headrush sinnvollerweise genannt wird, hebt sich mit seinen 7,1 kg recht schwer aus dem Karton. Solide ist der erste Eindruck. In einem Stahlgehäuse, Made in Taiwan verbaut, gibt es erst mal keinen Grund, irgendetwas zu beanstanden. Hier ist alles sauber und wertig verarbeitet, die Aufteilung ist großzügig und überschaubar. Das Expressionpedal ist mit einer rutschfesten Oberfläche versehen und wirkt nahezu unverwüstlich. Öffnungen unterhalb sind quasi nicht vorhanden, also fast kein Raum für Staub. Auf der Unterseite befinden sich vier große Gummipads für einen guten Stand. Weiterhin ist ein Kabelkanal eingekantet, um Verbindungskabel im Verlauf gut verstauen zu können.

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