Günstiges Hardware-Feeling - so geht's

Kickstarter ist eine hervorragende Möglichkeit für kreative Menschen, mit guten Ideen an Geld zur Finanzierung eben dieser zu kommen. Den beiden Jungunternehmern von Mindflood ist das mit den Patchblocks bereits schon einmal geglückt. Die frei modifizierbaren Modularsynthesizer mit Steckfunktion hatten seinerzeit schon für Aufmerksamkeit auf Kickstarter gesorgt. Mittlerweile sind die kleinen Geräte am Markt etabliert und wurden sinnvoll um weitere „Blöcke“ erweitert.

Nun steht das zweite Projekt der deutschen Unternehmer in den Startlöchern. Mit dem Minijam Studio wollen sie modulares Hardware-Feeling für jedermann bezahlbar machen. Für 199,- Euro bekommt man insgesamt vier Geräte in die Hand, die nicht nur super handlich sind, sondern mit denen man auch noch jede Menge Hardware-Spaß haben kann. Klare Kampfansage in Richtung der Korg Volca Serie. Wir hatten die Gelegenheit, uns eine offizielle Preview-Version zu sichern und haben die kleinen Powerpakete auf Herz und Nieren getestet.

Das Minijam Studio im handlichen Design

Überblick

Mindflood Minijam Studio besteht aus insgesamt vier Geräten: tek.drum, tek.waves, tek.filter und dem hub, einem Audio-Mixer, der alle drei Signale mixt und auch synchronisiert. Ebenfalls im Lieferumfang befindet sich der kleine Lautsprecher .boom, damit man auch wirklich überall jammen kann, wo man gerade Lust dazu hat. Das Tolle am Mindflood Minijam Studio ist, dass sie kaum Platz benötigen. Alle vier Geräte zusammen inklusive Lautsprecher sind kleiner als beispielsweise zwei Volca-Geräte. Der große Pluspunkt des Setups ist für viele sicherlich auch einer der größte Kritikpunkte. Wenig Platz bedeutet nämlich auch meist eingeschränktes Handling. Warum das nur teilweise stimmt, lest ihr auf den folgenden Seiten.

Für unseren Test haben wir eine Preview-Version der Geräte erhalten. Die Funktionen wie auch das Finish der kleinen Gerätschaften können sich bis zur finalen Veröffentlichung im September 2017 noch ändern. Außerdem fehlt uns für diesen Test leider das tek.filter. Wir werfen daher zunächst einen genauen Blick auf die übrigen Einheiten.

tek.drum

Das Herzstück jedes elektronischen Songs und daher auch für mich im Zentrum des Minijam Setups stehen die Drums. Der tek.drum kommt mit einem 16 Steps umfassenden Sequencer daher sowie acht verschiedenen, modulierbaren Sounds: Bassdrum, Snaredrum, Hihat, Clap, Toms, Percussion, Cymbal und Synthbass. Diese Sounds basieren zum Großteil auf Synthese und nicht lediglich auf Samples. Sie lassen sich nach Belieben anordnen oder live einspielen und in insgesamt acht Patterns speichern.

Mit dem tek.drum lassen sich satte Beats programmieren

1 2 3 4 5 >

Klangbeispiele

  1. Profilbild
  2. Profilbild
    L. Lammfromm

    Die Hörbeispiele sind liebevoll gemacht worden, aber die Synthengine, ähem, janun. Ich glaube, das geht besser. Das Produkt hinterlässt mich enorm zwiegespalten und im Zweifel – trotz Mehrpreis – ist die Volca-Serie für mich dann deutlich interessanter. Auch könnte man für einen noch übersichtlichen Mehrpreis sich gleich ein gebrauchtes Ipad Air holen (vielleicht 200 Euro in der Wlan-Variante oder knapp mehr) und dazu dann Korg Gadget.
    .
    Ich denke, das macht auf Dauer mehr Spaß und gibt auch besseren Sound. Dennoch, so begrenzt sie im Variantenreichtum auch waren, die Drumsounds fand ich ebenfalls ziemlich beeindruckend.

  3. Profilbild
    Teufelskerl

    Prinzipiell nicht uninteressant und da da die Leute von Patchblocks dahinterstecken, auch ein recht sicherer Kickstarter.

    Aber ich hab schon ein IPad Air 2 mit dem ich so ziemlich das Gleiche machen kann, ohne Geräte verkabeln zu müssen.

    • Profilbild
      h.weller RED

      Naja, das ist6 ja genau einer der Punkte um die es hierbei geht. Man WILL ja was zum anfassen und verkabeln haben. Und günstigeres Hardware-Feeling bekommt man meines Wissens noch nirgends.

  4. Profilbild
    moeins

    Ich habe das Komplettpaket bei Kickstarter zum guten Kurs geordert und hatte bereits Kontakt zu den Entwicklern. Kaufgrund war letztendlich das man das System sehr einfach mit der Korg Volca Serie und der Teenage Engineering Serie verbinden und synchronisieren. Warum Hardware? Mein iPad mit zahlreichen Softsynths liegt in der Ecke herum. Es sind halt keine Drehknöpfe zum schrauben dran…

  5. Profilbild
    Roman Groschen

    Hab sie heute bekommen. Leider weicht das Design total von der Vorserie ab. Aber die ersten Tests sind vielversprechend. Der Lautsprecher ist jedoch wirklich nur als kleines Gimmick zu betrachten. Über die Monitore kommt dann doch ordentlich was aus den kleinen Biestern raus… Das ganze wirkt auf mich wie eine Mischung aus Volca und PO-`s. Bedinung ist schnell gelernt und hinten/unten stehen auch alle Funktionen nochmals aufgelistet.
    Also: Daumen hoch!

    • Profilbild
    • Profilbild
      Christian's Sonic Spaces •••

      Ja, sehe ich genauso. Ist irgendwo zwischen Volca und Pocket Operator. Leider ist das mit dem Sync und Audio etwas unglücklich gelöst. Um die Minijams mit Volca, PO und anderen zu Synchronisieren benötigt man ein Kabel welches ich bisher noch nicht gefunden habe: Ein Y-Kabel Miniklinke Stereo auf Miniklinke Mono (wegen Sync In und Audio Out in einem Kabel…). Wäre Cool gewesen wenn der Mixer einen separaten Sync In gehabt hätte, dann wäre das alles kein Thema gewesen. Ich muss mir also was selber basteln…
      Trotzdem hier schon mal mein erster Jam mit dem Minijam ;-) https://youtu.be/7pUOfyTOZUc

      • Profilbild
        Emmbot

        Auf Amazon „3,5 mm Stereo Klinkenstecker Zum 2x Mono 3,5 mm Klinkenstecker“ suchen, kostet ca. 3 Euro das Meterkabel.

        Ich habe das 3 mal bestellt und in Verbindung Minijam, PO und Volca getestet. Funzt einwandfrei.

        Video schon in der Wartezeit auf mein Minijam Studio geliked.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

Über den Autor

Bewertung

Bewertung: 5 SterneBewertung der AMAZONA.de Redaktion
Leserbewertung: 4
Jetzt anmelden und dieses Produkt bewerten.

Aktion