VP-330 Klon mit Beweisfoto

Nach dem nervigen Pseudo-Leak/Dementi-Rumgeeiere endlich mal etwas Handfestes: der Behringer VC340 Vocoder. Obwohl, viel mehr als das Bild gibt es auch noch nicht dazu.

Zwischenzeitlich (teils schon vor Monaten) gab es bereits diverse Fotos des Innenlebens, der Platine oder Detailaufnahmen zu sehen, doch jetzt hat man auf dem grünen Antistatikboden des chinesischen Behringer-Werkes ein vollständig montiertes Keyboard abgelichtet und offiziell in die Medien gestellt.

Interessanterweise war der VC340 nicht bei dem Webseiten-Leak im Dezember gesichtet worden, obwohl es sich ja ganz offensichtlich um ein sehr weit gediehenes Produkt handelt. Ist es schon serienreif? Vorstellung auf der NAMM? Auslieferung in vier Wochen? Das alles wissen wir leider nicht. Aber klar ist, dass hier der berühmte Roland-Vocoder VP-330 Pate stand, den Roland ja bereits selbst als Boutique-Version VP-03 geklont hatte.

Der Behringer VC340 ist gegenüber dem Roland VP-03 nicht nur als Keyboard (mit großen Tasten) ausgeführt, sondern hat eine nahezu identische Anordnung der Bedienelemente wie das Original. Daher vermuten wir, dass auch der Funktionsumfang nicht viel anders ausfallen dürfte. Natürlich gibt es die obligatorischen Neuerungen MIDI und USB-Anschluss, wie es ein Blick auf die Rückseite des Keyboards verrät.

Doch was Polyphonie, erweiterte Klangmöglichkeiten oder wohlmöglich Speicherplätze angeht, kann man nichts aus dem Bild rückschließen und wir warten auf die Spezifikationen vom Hersteller. Das Gleiche gilt für Preis und Lieferbarkeit. Aber immerhin: Der Behringer VC240 Vocoder ist echt.

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    amazonaman AHU

    Der Chinese kopiert alles und vor allem auch sich selbst, deshalb gibt es ja auch so viele von denen. Genau so ist es eben auch bei Behringer. Angefangen mit dem Mx8000 und der Ärger mit Mackie blieb nicht aus. Aber egal! Roland kopiert sich selbst mit der halbgaren digitalen Eigenkopie Aria im geschrumpften Diva Kleid, leider wird die Lupe nicht mit geliefert. Wenn es das Original nicht schafft sich selbst zu klonen, dann muss es eben Behringer tun! Und das haben sie meist besser als das Original geschafft. Zum Beispiel finde ich 999 Preset Speicher einfach Zeitgemäßer als 8×8 Krampf. Halbgaren nennt man das. Dieser Vocoder ist die Überraschung des Jahres, groß und bequem bedienbar analog und mit allen Anschlüssen versehen. Polyphonie, 999 Presets, total Integration in DAW oder Motorfader? Mit was überrascht uns Behringer?

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    network-909

    Ich verstehe diese ganze China-Diskussion nicht… Roland und alle anderen japanischen Firmen entwickeln in Japan und produzieren in China. Behringer entwickelt beispielsweise den OB-Xa in GB und produziert ihn in China. Wo ist jetzt der Unterschied? Apple entwickeln ihren Kram in den Staaten und bauen ihn in China, das ist dann wiederum cool?

    Auch die ewige Diskussion um die Clonerei… Studio Electronics clonen vor über 20 Jahren den Minimoog und keiner regt sich auf, nur weil das Ding teuer ist. Heute clont Behringer den Minimoog und verkauft ihn für den Preis, für den die Hardware halt gerade eben so noch verkaufbar ist und alle regen sich auf. Gleichzeitig bringen Studio Electronics und Roland einen ähnlichen Minimoog-Clone zum ähnlichen Preis raus und keiner regt auch auf. Weil Roland und Studio Electronics cool sind und Behringer uncool? Bisschen übertrieben dargestellt, aber die Tendenz ist sichtbar.

    Man sollte Uli Behringer dafür dankbar sein, dass er dazu beigetragen hat, dass Musikequipment bezahlbar wird , sonst würde man immer noch wie vor 30 Jahren 10-20k ausgeben für ein minimalstes Studio-Setup. Ausserdem leben die meisten Firmen wahrscheinlich eh von ihren Produkten im unteren Preissegment. Ich glaube nicht, dass Moog überleben würde, wenn sie nur Minimoogs und Voyagers für 4-5k im Angebot hätten..

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    costello RED

    Aber eine Oktave mehr – so wie beim Original – sollte schon noch drin sein. Der Roland-Klon hat mich leider so gar nicht überzeugt. Hier in Berlin wurde gerade ein Originalgerät für 2.600,– Euro angeboten – finde ich zu teuer. Von daher warte ich gerne, um zu hören, wie beim Behringer Strings und Chorsounds klingen.

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    lightman AHU

    Ich hatte kürzlich eine Diskussion mit einem Kollegen, der mir mit dem Apfel Zehn vor der Nase und Fernost-Tretern an den Füßen doch tatsächlich was vom bösen Uli und seiner Chinaproduktion erzählen wolle. Meine diesbezüglichen Hinweise wurden ignoriert und weiter ganz groß gesellschaftspolitisch und ökologisch korrekt getönt, als gäbs einen Preis zu gewinnen. Das Problem ist eigentlich ganz simpel, Behringer sagt ganz unverhohlen, daß er in China produzieren läßt, um die Kosten zu senken und selbst mit konkurrenzfähigen Endpreisen noch ’ne ordentliche Marge zu haben, während so manch andere Firma fast genauso vorgeht, ihren Kram aber für deutlich mehr Geld verkauft, mit Glitzi-Glitzi und schicken Verpackungen einen edlen Touch gibt und sich so ins Konsumentenherzchen schleicht. Man muß Behringer nicht lieben, aber es wär‘ ganz angenehm, wenn bei der Diskussion die Kirche im Dorf gelassen werden würde.

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    Mick ••••

    DSI und Moog produzieren ihre grossen Chargen auch in China, wetten!Nur geben die es nicht an den Endkunden weiter, so herum wird ein Schuh daraus!;-)

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    iggy_pop AHU

    Die Frage ist: Wer braucht einen VP-330-Clone?
    .
    Das Ding war bei Markteinführung als teures Nischenprodukt ein Ladenhüter und wurde aus diesem Grunde nur kurze Zeit gebaut (und durchlief dabei noch zwei grundlegende Revisionen), und heute will man uns augenwischend weismachen, daß VP-330 wie warme Semmeln zu Fantasiepreisen weggehen, weil sie „rare“, „Kult!“ und „vintage“ (im Zweifelsfalle auch noch „Blade Runner“ und „Vangelis“) sind?
    .
    Auch da sollte man die Kirche im Dorf lassen.

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      lightman AHU

      Ich für meinen Teil brauche das Kult-Getue nicht, wer welche Kiste für welchen Track verwendet hat, interessiert mich nicht die Bohne, aber wenn da jemand Spaß dran hat, be my guest, ist ja nicht mein Geld. Mir tut es um die Entwickler leid, die immer nur anderer Leute Zeugs nachbauen müssen, anstatt was Neues entwickeln zu dürfen, aber das ist wohl ein Zeichen der Zeit. Uns fällt nix mehr ein, also baut man alte Sachen nach, um die Leere zu füllen und Geld von den das-hab-ich-schon-immer-haben-wollen-Leuten zu kriegen. Funktioniert offenbar bestens, sonst wär’s aktuell nicht so populär.

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    Son of MooG AHU

    Der VP-03 war ja wirklich eher enttäuschend; da verspricht der Behringer schon einiges mehr (z.B. ext. Synth In), wenn er dann auch zu haben ist. Und das kann ja, wie der D zeigt, sehr lange dauern…

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    psv-ddv AHU

    Der schlechte Ruf kommt doch daher, daß die sich anscheinend lange Zeit einfach die R&D Abteilung gespart und die Produkte anderer Hersteller mehr oder weniger getarnt in China nachgebaut haben. Da gab es ja viele Gerichtsprozesse. So etwas ist meiner Meinung nach Diebstahl geistigen Eigentums und ethisch verwerflich. Die Produktqualität war dem Preis entsprechend mittelmäßig bis unterirdisch. Aber hier scheinen die einer anderen Strategie zu folgen. Eine Entwicklungsabteilung haben sie sich ja inzwischen zugelegt (Midas/TC/Klark). Produkte zu Clonen auf denen keine Copyrights mehr sind finde ich überhaupt nicht problematisch. Insbesondere wenn sie den Status von Klassikern oder sogar allgemeinem Kulturgut haben. Zumal Behringer mit dem Deepmind gezeigt haben, daß sie auch was verhältnismäßig Eigenständiges entwickeln können. So einen schlechten Ruf geradezubiegen dauert zu Recht ’ne Weile. Also ich finde den VP interessant. Analoge Vocoder sind nicht gerade massenhaft im Angebot der Hersteller. Vielleicht klingt er sogar gut. Anhören werde ich ihn mir definitiv. Ich muss aber zugeben, dass ich als Gear Snob schon ein wenig Bauschmerzen hätte den Nahmen Behringer auf irgend einem Gerät in meinem schicken Studio zu lesen. Aber zur Not gibt es ja schwarzes Klebeband ;-)

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      Mick ••••

      Klebe da einfach z.B. „Siemens“ drauf und nimm einen ansprechenden Karton. Den schickst Du dir dannn selber zu, das hat zwar keinen Einfluss auf den Synthesizer, aber jetzt darfst Du ihn „Made in Germany“ nennen, und im Kopf schwirrt das Wort „Qualität“ herum!;-) Genau das machen renomierte Hersteller, mach Dich mal schlau!

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      network-909

      Im Endeffekt ist die Stigmatisierung Behringers im Nachhinein wegen einigen Produktnachahmungen auch ein wenig lachhaft, wenn man sich auf der Zunge zergehen lässt, um was es damals eigentlich ging. Einen nachgemachten Mackie 8-Bus, paar nachgemachte Genelecs. Ich würde mal glatt behaupten, es würde heute wirklich überhaupt keine Sau interessieren, wenn Souncraft irgendein Pult rausbringt, das zufällig genauso aussieht wie irgendein anderes Pult von Presonus. :)
      Gegen das Eurodesk gab’s auch nix einzuwenden. Ich habe immer noch die Ausgabe der Keyboards von 1995, wo das Ding getestet wurde und das Ding hatte eine hervorragende Bewertung. Ich hatte das Pult auch selbst über 10 Jahre im Einsatz und es hat mich nie im Stich gelassen. Für die 2700DM war das Ding damals echt ein Segen und ich bin sicher, dass das für viele der preiswerte Einstieg in richtig fettes Studioequipment war. Natürlich gab es auch Schrott von Behringer, aber im Endeffekt ist es klar, dass im untersten Preissegment auch nicht viel zu erwarten ist. Aber sich heute immer noch an diesen Mackie-8-Bus-Kopiergeschichten aufzuhängen… Samsung und Apple kloppen sich seit Jahren permanent wegen irgendwelcher Patentverstöße, weil es heute einfach Gang und Gebe ist, alles nachzuahmen, trotz bestehender Patente. Und beim Mackie 8-Bus gab es damals nix zu patentieren, weil das ein stinknormales Pult war.

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        psv-ddv AHU

        Nee, komm, da lässt sich nichts schönreden. Das 8-Bus war damals ein bahnbrechendes Pult. Es gab Format und Preisklasse vorher nicht. Herr B hat das sowohl konzeptionell und vom Design her abgekupfert, vermutlich sogar die Schaltungen nachgebaut. Das war schon eine richtige Arschtour und auch kein Einzelfall.

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          network-909

          Hmmm ok, das 8-Bus ist im Nachhinein schon legendär :)
          Aber das Eurodesk war für den Preis nicht schlecht, hatte aber auch nicht alle Features vom 8-Bus. Ich meine, das 8-Bus hatte vollparametrische Mitten, das Eurodesk leider nur semiparametrische.

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            psv-ddv AHU

            Auch das Mackie war zwar klanglich nicht allererste Sahne, aber damit ließ/lässt sich im Gegensatz zum Eurotrash schon professionell arbeiten.
            Behringer ist damals z.B auch von Apex für das Kopieren des Exciters verklagt worden. Drawmer, BBE und dbx hatten mit Behringer das gleiche Problem. Das war anscheinend Behringers Strategie.
            Jetzt wo eh jeder in China produziert fällt für Behringer ein entscheidender Vorteil weg. Daher vermutlich der Strategiewechsel.

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              network-909

              Da fällt mir ein Artikel über Exciter ein, den ich im letzten Jahrtausend mal irgendwo kopiert hab. Genau, ELRAD 1992, Heft 12.
              Dort ist zu entnehmen, dass Behringers Exciter eine andere Strategie verfolgte als das Aphex-Patent. Bei Aphex erzeugte man grob gesagt Zerre mittels eines Diodenclippers, die man wiederum dem Originalsignal hinzumischte. Vor dem Clipper saß noch ein Hochpassfilter. Behringers Ansatz war der folgende: Das Signal wurde mittels zweier aktiver Halbwellengleichrichter in eine positive und negative Halbwelle aufgesplittet und dann direkt über einen Mischer wieder vereint. Dadurch entstanden Übernahmeverzerrungen, die zudem noch pegelunabhängig waren. Das ganze wurde dann über einem Hochpass wieder dem Originalsignal hinzugemischt. Meiner Meinung nach eine sehr coole Idee. D.h. Behringer hat gar nicht vorsätzllich abgekupfert. Das ganze entstand auch meines Wissens in der Zeit vor der Mackie-Clonerei. In dem Artikel steht allerdings, dass Aphex dennoch Klage eingereicht hat und sogar damit Erfolg hatte. Das Landgericht Frankfurt kam zu dem Schluss, dass Behringer die Patent(e) von Aphex verletzt hat. Allerdings ist bereits 2 Jahre später (ca. 1994) das besagte Patent eh ausgelaufen. Ich denke, die nächste Generation dieser Geräte (Ultrafex II) basierten dann eher auf Enhancern statt auf Excitern.

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                psv-ddv AHU

                Ich verstehe nicht sehr viel von Elektronik aber für mich klingen beide Prinzipien doch sehr ähnlich. Anscheinend ähnlich genug, das ein Deutsches Gericht Behringer damals dafür zu einer hohen Geldstrafe verurteilt hat. Behringer hat wohl auch andere Aphex Produkte kopiert und die Manuals einfach gleich noch 1:1 mit abgeschrieben. Ich höre lieber auf zu recherchieren. Je mehr ich über Uli Behringer lese, desto unsympathischer wird er mir. …und mir vergeht irgendwie ein wenig die Lust mir den VC340 anzuhören. Schlechtes Karma.

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                  network-909

                  Ach komm… :)
                  Das sind alles 20-25 Jahre alte Kamellen. Die Branche hat sich seitdem doch schon ein bisschen gewandelt. Kopiert wird eh heute eh überall auf der Welt und spätestens mit dem X32 Mixer hat sich Behringer meiner Meinung wieder ganz fett im Geschäft zurückgemeldet. Auch der relativ direkte Kommunikationskanal zu Uli Behringer über Gearslutz usw. spricht für ihn und seine Ambitionen.

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                    psv-ddv AHU

                    Na, ich hatte mir eigentlich vorgenommen mich nicht um die alten Kamellen zu scheren.
                    Aber jetzt habe ich mich leider ein wenig damit beschäftigt. Wenn ich mir die aktuellen Produkte auf der Behringer Webseite ansehe, dann fallen mir doch einige starke Ähnlichkeiten zu Produkten anderer Hersteller auf. Ich bin mir nicht sicher ob das wirklich alte Kamellen sind. Ich arbeite in einem Kreativberuf und kann sehr gut zwischen „inspiriert“ und „kopiert, mit leichten Veränderungen“ unterscheiden. Ich stehe auch nicht darauf das geistige Eigentum anderer gegen deren Willen zu Nutzen. Das „macht doch Jeder“ Argument lasse ich nicht gelten. Wenn das so wäre gäbe es nichts zu kopieren. Firmen die abschreiben bringen uns nicht voran. Warum lässt der Behringer nicht einfach grundsätzlich eigene Entwicklungen produzieren? Ist ja kein Hexenwerk. Ein paar junge Wilde anheuern und loslegen. Wenn er das von Anfang an gemacht hätte, in Verbindung mit der günstigen Chinaproduktion, wäre er jetzt bestimmt weltweit hoch angesehen und erheblich erfolgreicher. Aber so…der Fisch stinkt vom Kopf her.

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            psv-ddv AHU

            Interessant auch, dass sich Behringer damals als allererstes das Blechgehäuse vom 8-Bus nachbauen lies, einfach Potis draufgeklebt hat und das Ganze dann komplett ohne Innenleben auf der Musikmesse präsentiert hat. Super niedrige Preisangabe gabs natürlich dazu. Damit haben die eine ganze Menge potentieller Käufer verunsichert noch bevor sie überhaupt ein Produkt hatten. Mackie hingegen hatte schon viel Geld investiert und ein fertiges Produkt am Start. „Hört mal her Leute, kauft euch kein Mackie, wir können das für die Hälfte. Kommt demnächst raus, versprochen“ Na, klingt bekannt??? Nachtigall ick hör dir trapsen ;-)
            Hier nachzulesen: https://books.google.de/books?id=iQ4EAAAAMBAJ&pg=PA34&lpg=PA34&dq=8-bus+vs+eurodesk&source=bl&ots=tiEXpvQh-1&sig=K4RHMC44UUF1N80HbXBoBsMc0Xo&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjOyJfh383YAhWBxxQKHRK-DCUQ6AEIdDAI#v=onepage&q=8-bus%20vs%20eurodesk&f=false

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              Kyotonic AHU

              Tatsache ist wohl das etliche Musiker ohne Behringer sich etliches Gear nicht hätte leisten können. Der entstandene Preisdruck hat dem Musizieren abseits der Klampfe geholfen. Über Aphex mit ihrem damaligen „bitte teuer mieten statt kaufen“ braucht man doch kein Wort verlieren. Mackie hat auch nur Features aus dem Profibereich auf Konsumentenniveau runtergelötet. Kein besonders kreativer Erguß, oder? Musik ist aus der elitären Koksernische mit ihren Millionen-Dollar-Produktionen rausgekommen und gehört nun uns allen. Amazona und andere hätten auch weniger Foristen wenn alles beim alten geblieben wäre. ;) Danke dafür! Das bringt einigen Labels und der Musikindustrie nun etwas weniger Kohle auf dem Löffel bringt aber Branson surfte schon mit Obama auf seiner persönlichen Virgin und ich persönlich bin mit der Entwicklung sehr zufrieden. Wer einen original-VP-330 besitzen muss soll es tun. Ich finde da nichts besonderes dran. Was mich aber noch mehr erfreut: Musik wird neuerdings aus den Fesseln der DAW befreit und wird wieder Live improvisiert. Mit Hardware. Von wem auch immer! Meinen Dank, neben Behringer, übrigens auch an Akai, Ensoniq und EMU. Damit hat m.M.n. die Demokratisierung der Musikproduktion begonnen. Keiner muss nun mehr fünfstellige Summen für Gear ausgeben.

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                psv-ddv AHU

                Das mit der Demokratisierung klingt ja immer schick Robin Hood mäßig, ist hier aber kein Argument, finde ich. Wenn Behringer damals Emu oder Ensoniq geklont hätte, wären die sofort pleite gewesen. Nochmal Glück gehabt.
                Niemand braucht einen billigen Exiter um Musik zu machen. Mackie war ein Preisbrecher, genau wie Akai/Emu/Ensoniq. Die haben aber noch genügend Qualität geliefert um guten Klang und Spaß und somit gute Musik zu ermöglichen. Die Behringer Geräte waren teuer denn: Wer billig kauft, kauft zweimal. Die, zumindest damals, niedrige Qualität hat sicherlich Einigen den Spaß an der Musik bis zur Kapitulation verdorben. So viel zur Demokratisierung.

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    Kyotonic AHU

    Ja, das fällt schwer das große „B“ im Studio zu haben. Der ADA-8000 und der DM12 Desktop machen jedoch seit Tag 1 einen perfekten Job. Wollte mir jetzt auch ein Behringer QX-Mixer als Submixer für die Effekte holen, ist dann aber doch ein Mackie Mix8, „Designed in Woodinville, manufactured in China“, geworden. Für schlappe 82€. :) Übrigens eine Offenbarung! Bisher sind meine Outboard-Reverbs per Effekt-Loop in das RME FF800 und ADA gegangen und wurden digital summiert. Für Hallfahnen klanglich anscheinend suboptimal. Ich freue mich auf die Behringer Synths und vor allem auf alles was ins Eurorack passt. Können die nicht auch einen Sampler bringen? Bitte den Bensoniq USSR 10 für Eurorack. :)

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    llIIllIlIIIlllIIllI

    Liebe Redaktion, das ist kein „Beweisfoto“, sondern ein handgefertigter Prototyp, möglicherweise sogar nur eine Designstudie. Interessant, dass ihr das Spiel von Behringer, sich mit aus der Luft gegriffenen Ankündigungen ins Gespräch zu bringen, mitspielt.

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      Coin AHU

      Also ich finds gut, dass darüber berichtet wird.
      Ob Prototyp oder Designstudie ist mir dabei völlig wumpe.
      Wie soll man denn sonst darüber erfahren ?
      Wichtig ist ob es kommt, oder nicht.

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    Viertelnote AHU

    wenn es der hauseigene Hersteller nicht hinbekommt,
    dann tut es eben ein anderer, in diesem Falle Behringer. Wenn es gut klingt und der Preis stimmt,
    ist es immerhin eine Überlegung wert. Verfügbarkeit vorausgesetzt.

    mfg

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    Viertelnote AHU

    ich denke jeder Hersteller hat seine „Leichen“ im Keller. Selten wird es Hersteller geben, die keinen Gewinn machen wollen und auf uns Musiker Rücksicht nehmen, weil wir denen ja sooo sehr am Herzen liegen. Aber ich denke, wir können das hier weiter überspitzen, aber bringt nicht wirklich was.
    Verfechter für irgendwas bin ich nicht. Ich möchte einfach nur an mein Ziel kommen.

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      lightman AHU

      Gute Einstellung. Unzählige Firmen haben in ihrer Geschichte üble Aktionen durchgezogen oder tun das heute noch, trotzdem werden ihre Produkte weltweit genutzt, siehe Microsoft, Apple, usw. Behringer war in den 90ern ziemlich naßforsch, aber das sind in der Tat olle Kamellen, und daß dadurch andere Firmen in Bedrängnis gerieten, wage ich mal zu bezweifeln, wenn man sich ansieht, wohin für Ensoniq & Co. die Reise ging, die sind nicht wegen dem Kopieren ihrer Entwicklungen eingegangen bzw. aufgekauft worden, sondern weil sie sich mit neuen Produkten verhoben oder schlechte Geschäftsentscheidungen getroffen haben. Was die angesprochene Demokratisierung betrifft, finde ich es gut, nicht mehr soviel Geld für Equipment ausgeben zu müssen wie Ende der 80er. Das ist aber weder Behringers Verdienst/Schuld, noch eine globale Verschwörung der bösen Firmen, die im Westen Geld verdienen und im Osten produzieren lassen, sondern eine Folge des Fortschritts und der Preisentwicklung im Bereich (Musik-)Elektronik. 1988 hab ich für eine Sidecar-Festplatte mit 80 MB + 4 MB FastRAM für meinen Amiga 500 bei GVP in Wiesbaden 2100 DM bezahlt, heute kriege ich eine 1TB USB-HD für ’nen Fuffi… Die Zeit bleibt halt nicht stehen, und wenn man die Zeichen selbiger nicht sieht, geht man wirtschaftlich baden, da hilft dann ein guter Ruf auch nix mehr.

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