Mini-MIDI-Mappings, die den DJ-Alltag erleichtern

Im ersten Teil unserer Tipps und Tricks im Umgang mit der Natives Instrument Traktor DJ-Software stellen wir ein paar kleine Mappings vor, die entweder deine Kreativität beflügeln oder deine Workflows im Alltag unterstützen können.

Mappings sind Befehlssätze, die Buttons, Encoder oder Fader am Controller Funktionen der Software zuweisen. Das kann, wie in den vorliegenden Fällen, relativ einfach und überschaubar sein. Ein komplettes und ausgefuchstes Mapping mit mehreren Shift-Ebenen und von verschiedenen Zuständen der Software abhängigen Zuständen kann beliebig kompliziert werden und ist entsprechend anspruchsvoll, wenn man es selbst erstellen will.

Grundsätzliches zum Thema Mapping in Traktor DJ-Software

Grundsätzlich gilt: Mappings findest du in den Einstellungen im Controller-Manager. Du kannst so viele Mappings parallel betreiben, wie du lustig bist. Wie immer beim Arbeiten am offenen Herzen empfiehlt es sich, ein Backup zu ziehen, bevor du etwas änderst. Dazu benutzt du am besten den „Export“-Button am unteren linken Rand des Einstellungsfensters. Dort kannst du in einem Rutsch alle Einstellungen und sämtliche Mappings sowie Layouts in einem .tsi-File sichern.

Die Kommunikation zwischen handelsüblichen Controllern und Software geschieht via MIDI. Controller, die vom selben Hersteller wie die Software stammen, kommunizieren in der Regel über eine feiner auflösende Sprache namens HID mit ihren Applikationen.

Dank „MIDI-Learn“ ist MIDI-Mapping grundsätzlich sehr simpel. Man wählt aus der Liste der zuweisbaren Funktionen eine aus, stellt die Software auf „Learn“, bedient das zu mappende Bedienelement – et voilà: fertig ist das Mapping.
In der Praxis ist es ein bisschen komplizierter, weil man noch auswählen muss, welcher Art das zu mappende Bedienelement ist, also Fader/Drehregler, Button oder (Endlos-)Encoder). Dann gibt es verschiedene Arten, wie die Hardware die Software steuern kann. Buttons können beispielsweise ihren Zustand wechseln und behalten, wenn man sie drückt, wie es zum Beispiel die Play/Pause-Taste tut. Sie können aber auch nur aktiv sein, während man sie gedrückt hält, wie die Shift-Taste an der Tastatur. Fader/Drehregler können die Software absolut oder relativ steuern. Bei absoluter Steuerung stellt sich zusätzlich noch die Frage nach dem Soft-Takeover. Dabei bewirkt eine Bewegung auf der Hardware solange nichts in der Software, bis die Regler in der Hard- und Software den gleichen Wert haben. Dann erst „greift“ der Regler. Besonders wichtig ist das bei Reglern und Knöpfen, die mehrfach belegt sind. Soft Takeover verhindert das Springen einer Funktion in der Software, sobald man den entsprechenden Regler auf der Hardware berührt.

Traktor Mapping-Befehle können global Wirkung entfalten oder einem bestimmten Element zugeordnet sein. Die Mappings aus diesem Artikel sind entweder deckunabhängig oder einem bestimmten Effektslot zugeordnet.

Zuletzt gibt es noch die sogenannten „Modifier“, eine Art „Shift-Ebene“ für Mapping-Befehle, mit denen sich sehr komplexe Mappings realisieren lassen, deren Funktionen wechseln können. Beispielsweise in Abhängigkeit vom Play-Status von Traktor oder eben ganz simpel davon, ob Shift gedrückt ist oder nicht. Dazu mehr weiter unten beim Preview-Player-Mapping.

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